Die Ausbildung in der Rettungshundestaffel

 

Die Ausbildung ist das Wichtigste in der Rettungshundearbeit, nur ein wirklich gut ausgebildetes Rettungshundeteam kann in einem Einsatz die Informationen über die vermisste Person richtig einschätzen und mit den Gegebenheiten des Suchgebietes richtig umgehen.

Um all dies zu erreichen, sind viel Zeit und Engagement notwendig. An den Hundeführer und seinen Teampartner den Hund, werden hohe Anforderungen gestellt, dabei spielt der Teamgedanke eine sehr große Rolle.

Am Anfang einer Rettungshundelaufbahn steht die Frage der grundsätzlichen Eignung. Wobei es nicht darauf hinausläuft, dass eine bestimmte Rasse besonders und eine andere überhaupt nicht geeignet ist. Gut geeignet sind mittelgroße Hunde, die körperlich gesund und konditionell belastbar sind, der Hund darf keinerlei Aggression gegen Menschen oder andere Hunde zeigen und hat einen ausgeprägten Spieltrieb. Sehr kleine oder sehr große Hunde haben oft konditionelle Probleme und kommen bei großer Hitze oder langen Sucheinsätzen schnell an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit.

Der angehende Rettungshundeführer sollte den festen Willen haben, sich in ein Team einzufügen und das Ziel der gemeinsamen Arbeit fest im Blick behalten, nämlich die Rettung eines Menschenleben. Körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit sind weitere Voraussetzungen, um auch in schwierigen und langwierigen Einsätzen zu bestehen. Wir sind bei jedem Wetter unterwegs und lassen uns nicht durch Kälte oder Hitze abschrecken.

Die Ausbildung zum einsatzfähigen Rettungshundeteam dauert ca. 2 Jahre. In dieser Zeit lernen Hund und Hundeführer umfangreiche Themen kennen.

Dazu gehören für den Hundeführer, die Ausbildung als Sanitätshelfer um eine lebenswichtige Erstversorgung zu gewährleisten, die über die normalen Erste-Hilfe-Maßnahmen hinausgeht. Der Umgang mit Karte, Kompass und GPS ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, da wir uns in unseren Einsätzen praktisch immer in unbekanntem Gelände bewegen. Kenntnisse in Kynologie und Erste Hilfe für den Hund sind ebenso gefragt wie eine Ausbildung in BOS-Sprechfunk.

Für den Hund sind Ausbildungsteile wie Unterordnung und Gehorsam vorgesehen. Der Hund muss sich vom Hundeführer steuern lassen und auch in extremen Situationen seinem Hundeführer gehorchen. Die Suchausbildung wird mit unterschiedlichsten Situationen variiert, um den Hund nicht auf eine bestimmte Sache zu konditionieren. Aus diesem Grund wechseln wir ständig unsere Übungsgebiete, um eine Gewöhnung zu vermeiden.